Schmeckt-LogoMilchtrinken ein Muss?!

Die Süßwarenindustrie hat es geschafft: Milch gilt als gesund. Auch in Milchschnitten, Knoppers und Kinderschokolade - eindeutig völlig überzuckerte, fettige Süßwaren, als Happen zwischendurch denkbar ungeeignet. Sogar die Verbraucherzentrale ist einer beliebten Lüge von Süßwaren- und Milchindustrie aufgesessen:

Die Kalzium(Calcium)-Lüge

Die Verbraucherzentrale schreibt in ihrem Text ESL-Milch verdrängt herkömmliche Frischmilch aus dem Kühlregal:

Milchtrinken ein Muss: Milch ist der Calciumlieferant Nummer eins. Ohne den Verzehr von Milch und Milchprodukten ist eine ausreichende Calciumversorgung nur bei sehr sorgfältiger Ernährungsweise zu gewährleisten. Erhitzen der Milch beeinträchtigt die Calciumzufuhr nicht. Wichtig für eine ausgewogene Ernährung ist die tägliche Portion möglichst fettarmer, ungezuckerter Milch und Milchprodukte.

Ich halte diesen Text für Werbung. Bei aller Sympathie für die Verbraucherzentralen: Das ist keine Information, sondern Desinformation.

Wer sich über Calcium etwas besser informieren möchte, kann das im Abschnitt Ernährungsempfehlungen des Wikipedia-Artikels tun. Dort fehlt leider der Calciumgehalt von Mineralwasser.

Milch ist kein Muss - dann könnten Veganer nicht leben. Milch ist nicht der Calciumlieferant Nummer eins. Zunächst einmal: Wer kein tierisches Eiweiß isst, wozu auch die Milch gehört, braucht auch weniger Calcium. Denn durch das tierische Eiweiß der Milch wird das Calcium aus der Milch schlechter aufgenommen als das aus Gemüse. Manche Forscher sagen, das Kalzium aus der Milch würde nur zu 20% aufgenommen. Tierisches Eiweiß kann bei gestillten Kindern Blähungen, kann bei manchen Menschen Neurodermitis und Asthma verursachen oder fördern. Milchtrinken ein Muss? Nicht nur eine falsche Aussage also, sondern auch eine gefährliche.

Milch ist kein Muss, aber wer sie verträgt und mag, wird sie auch trinken oder verwenden. Ohne Milch im Tee könnte ich kaum leben J.

Calcium-Lieferant Nummer eins ist Mineralwasser.

Natürlich nur, wenn Sie ein entsprechendes Wasser wählen.

Hier die Calciumgehalte einiger Lebensmittel, immer mg pro kg:

 

Mohn 1460
Emmentaler 1020
Sesam 783
Mein Mineralwasser:  348
Mandeln 250
Grünkohl 210
Milch 120
Blattspinat 110
Brokkoli 100
Ostseehering 68
Vollkornbrot 63

 

Natürlich sagt der Gehalt von Calcium als solcher nicht so besonders viel aus, zumal die Aufnahme im Körper noch von vielen anderen Faktoren abhängt. Entscheidend ist ja auch, wie viel des Lebensmittels jeweils gegessen/getrunken werden, wenn man eine normale Portion zu sich nimmt. So kann Grünkohl die Milch im tatsächlichen Leben weit übertreffen, unter 250g pro Person braucht man da gar nicht anzufangen.

Für den Vergleich mit Milch reicht aber schon das Mineralwasser: Es steht nicht im Verdacht, die Calciumaufnahme zu behindern und hat  - je nach Sorte - 3mal so viel Calcium wie Milch, kein Fett, kein tierisches Eiweiß. Man kann auch eher mehr davon trinken als von der sättigenden und dick machenden Milch.

Schauen Sie noch einmal auf die obige Tabelle - und versuchen Sie mal Blattspinat mit Mandelmilch oder Mandelmus. Dazu mehlige Kartoffeln, die schön die Soße aufsaugen. Oder auf einen vorgebackenen Mürbteig packen. Da ist dann nicht nur Kalzium drin, sondern auch Eisen, Vitamin C ...

Gönnen Sie Ihren Kindern Mineralwasser!

Falls Sie kleine Kinder haben: Hände weg von der Milch, Hände weg von irgendwelchen Säften, alles nur unnötige Dickmacher. Aber für Eltern mit Sinn für's Praktische: Kippt bei Ihnen nie ein Glas oder gar eine Flasche um? Mineralwasser klebt jedenfalls nicht! J

 

Ein Tipp für stillende Mütter - wenn der Säugling unter Blähungen leidet

Ich kann und will hier keinen Arzt ersetzen. Aber bis heute ist im Netz zum Thema Dreimonatskoliken und  Blähungen bei Säuglingen der Tipp nicht zu finden, den wir - meine stillende Frau und der für die Küche zuständige Mann - vor bereits zwanzig Jahren bekommen haben:

Versuchen Sie es mal eine Woche damit, kein tierisches Eiweiß, also keine Milch, kein Joghurt, kein Quark, kein Fleisch zu essen. Butter und Sahne sind erlaubt, weil sie kein Eiweiß enthalten. Bei unseren Säuglingen hat das funktioniert, und ich habe dabei richtig kochen gelernt. (Der Leidensdruck war groß: Die Dreimonatskoliken dauerten 18 Monate. Besonders schön war die Grillsaison. Da wussten wir von tierisch-eiweißfreier Ernährung noch nichts. Alle zwanzig Minuten wieder aufstehen, 20 Minuten mit der Tochter durch den Raum gehen.) Mit Fleisch ist das Kochen ja nicht weiter schwierig. Keine Sorge: Die Kochbuch-CD enthält etliche vegane Gerichte.

Außerdem konnten wir dann auf das Einflößen aller halb oder gar nicht wirksamen Tröpfchen, auf Kümmelöl und dergleichen vollkommen verzichten.